Mein allererster Äthiopientrip
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Mein allererster Äthiopientrip liegt nun ÜBER 18 Jahre zurück. Es war die Zeit der großen Kaffeekrise mit extrem niedrigen Preisen, wenn man so will, die Geburtsstunde des fairen Kaffeehandels. Ich arbeitete zu dieser Zeit für die Freiburg Amber Foundation, einer Stiftung zur Förderung des Ökologischen Landbaus. Eine externe Beraterin hatte uns damals einen gewissen Herrn Tadesse Meskela in Äthiopien ans Herz gelegt, seinerzeit Geschäftsführer der Oromia Coffee Farmers Cooperative Union, dem Dachverband von inzwischen über 30 Kaffeekooperativen des Bundesstaates Oromia mit mehr als 90.000 Mitgliedsfamilien. Ich durfte nach Äthiopien reisen, um Förderprojektmöglichkeiten zu eruieren. Da ich vor Ort keine Kontakte hatte, sprach ich das Büro des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) an und bat um einen Kontakt. Ich gelangte an Christian, der für die Koordination von Partnerprojekten zuständig war. Meine Frau begleitete mich. Ich erinnere mich an die Ankunft dem damals noch provinziell anmutenden Flughafen mit dem klischeehaften Charme eines Entwicklungslandes. Äthiopien, ein Land im Umbruch, kaum 10 Jahre nach der Entmachtung des sozialistischen Derg-Regimes. Draußen empfängt uns Christian, umgeben von Taxifahrer mit Ihren blauen, vorsintflutlich sozialistischen Ladas, die nach dem Fall des eisernen Vorhangs hier eine Anschlussverwendung gefunden hatten. Manch eines dieser Taxis wird mich noch 10 Jahre später mit abgestelltem Motor, klappernd und mit perforiertem Unterboden von der Oberstadt in Richtung Meskal-Square bringen…